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Leitfaden für die Qualitätssicherung im Sprachunterricht

Der "QualiTraining"-Leitfaden bietet einen Rahmen und praktische Materialien zur Anwendung von Qualitätsgrundsätzen in der Bildungs- und Unterrichtspraxis. Er ist ein Instrument für die Fortbildung von Sprachenlehrkräften ebenso wie für die Stärkung der Qualitätskultur im institutionellen Umfeld..

Die Publikation besteht aus

einem Buch mit CD-ROM auf Deutsch (ISBN 978-92-871-6284-7) und Englisch

Die innovativen Aspekte

  • der ansprechende, nicht-präskriptive Ansatz zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, der Theorie mit Praxis verknüpft unter Berücksichtigung verschiedener Akteure in diesem Bereich
  • die Vielfalt an Materialien und Aktivitäten zur Selbst-Reflexion und für Gruppengespräche zum Erfahrungsaustausch;
  • erfolgsreiche Fallbeispiele aus konkreten institutionellen Kontexten, aus verschiedenen Ländern, die die "Qualität in Aktion" beispielhaft veranschaulichen.

Kapitel des Leitfadens

1. Qualitätsprinzipien und grundlegende Konzepte
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Der erste Teil dieser Einheit untersucht einige der Prinzipien, die sich im Hinblick auf Qualität im Allgemeinen anwenden lassen und erforscht, wie diese im Sprachunterricht eingesetzt werden können. Die folgenden vier Modelle wurden untersucht:

  • Qualität durch KundInnenzufriedenheit: Dies wird durch das Analysieren der Bedürfnisse und Wünsche der „KundInnen“ erreicht sowie durch die Planung und Umsetzung von Lehr- / Lernaktivitäten, die diesen Bedürfnissen entsprechen. Der Begriff der „KundIn“ ist komplex, da er „direkte“ KundInnen (die Lernenden im Klassenzimmer) und andere am Lehr- und Lernprozess Beteiligte (Eltern, Arbeitgeber, Universitäten etc.) umfasst.
  • Qualität als Prozess: Die Durchführung von Sprachkursen kann als Reihe von Prozessen betrachtet werden – ein fortlaufender Prozess von der Bedarfsanalyse, der allgemeinen Erstellung von curricularen Zielsetzungen, der konkreten Erstellung des Lehrplans bis hin zur Planung von Unterrichtsstunden etc. Bei Evaluierungsverfahren und der Entwicklung von Ressourcen gibt es ähnliche Abläufe. Qualität bedeutet, jeden Schritt des Prozesses „richtig“ auszuführen.
  • Ergebnisorientierte Qualität: Die Qualität des Sprachunterrichts muss ebenso die Effizienz des Prozesses bewerten – wieviel Sprache wird erlernt? Ist ein zufriedenstellender Mehrwert im Lernprozess erzielt worden? Die Problematik einer ausschließlich auf Ergebnissen basierenden Bewertung von Qualität wird untersucht.
  • Auf Werten beruhende Qualität: Bildung ist kein kommerzielles Gut und die Definition der zugrunde liegenden Werte – wie beispielsweise die Förderung gegenseitigen Respekts und gegenseitiger Toleranz – ist von Bedeutung, um die Qualität von Bildung bewerten zu können.

Der Leitfaden soll die Leserschaft dazu anregen, die genannten Prinzipien zu untersuchen. Sie alle müssen in einem umfassenden Qualitätsansatz berücksichtigt werden. Zudem werden die LeserInnen ermutigt, darüber nachzudenken, wie diese Ansätze in ihrem eigenen Kontext angewandt werden können. Zur Illustrierung, wie Änderungen im professionellen Umfeld Auswirkungen auf die Umsetzung der Qualitätsgrundsätze haben können, wird erläutert, wie die Entwicklung und Umsetzung des GERS (Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen) den Sprachunterricht beeinflusst hat. Der zweite Teil der Einheit behandelt einige der grundlegenden Konzepte im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung; wie können wir Kriterien bestimmen und diese nutzen, um Standards zu setzen? Welche Indikatoren können verwendet werden, um herauszufinden, ob wir die Qualitätsstandards erfüllen? Wie kann uns Benchmarking bei dieser Arbeit helfen? Die Konzepte sollen wiederum im eigenen Umfeld der Leserschaft angewandt werden.

2. Qualität und der menschliche Faktor
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Diese Einheit untersucht die Rolle der Menschen – Führungskräfte und Mitarbeitende – in einer Qualitätskultur und bestimmt Bestandteile einer Qualitätskultur. Die Bedeutsamkeit der Art und Weise, wie eine Institution öffentlich die Verantwortung für Qualität übernimmt, wird hervorgehoben. Die Leserschaft wird dazu aufgefordert, die Auswirkungen verschiedener Einflüsse auf ihre institutionelle Kultur zu bedenken. In einer Organisation mit einer Qualitätskultur ist Führung / Leadership eher eine Funktion als eine Rolle. In diesem Abschnitt der Einheit wird der Einsatz eines kooperativen Führungsstils thematisiert. Von einer kooperativen Führung (distributed leadership) kann gesprochen werden, wenn Personen in leitender Funktion Möglichkeiten zur gemeinsamen Führung erarbeiten und für alle Mitarbeitenden die Möglichkeit besteht, ihre eigenen Führungskompetenzen zu entwickeln.

Es wird der Einfluss des Führungsstils auf Qualität untersucht und die Bedeutung eines Konzepts für Capacity Building (Aufbau von Kompetenzen) wird genauer betrachtet. Capacity Building erfolgt sowohl individuell als auch auf Organisationsebene. Mitarbeitende einer Organisation sollen sich aufgrund ihres emotionalen und intellektuellen Engagements vollständig mit dem inhaltlichen Auftrag befassen. Dies führt zu umfassendem Wachstum, ganzheitlicher Entwicklung und Veränderung auf Organisationsebene.

Der Leitfaden soll die LeserIn dazu anregen, über Aspekte von Führung sowie über Führungsprozesse, welche die Qualität fördern, nachzudenken und zu überlegen, wie diese in ihrem eigenen Kontext angewandt werden können. Der letzte Teil der Einheit untersucht Selbstlernprozesse einer Organisation – die Verbindung zwischen Aktionsforschung und Innovation und der Rolle von Veränderungen in einer Qualitätskultur. Die LeserInnen werden aufgefordert, darüber nachzudenken, wie ihre eigene Institution auf neue Denkmodelle reagiert. Des Weiteren bietet die Einheit Hilfsmittel, mit denen folgende Frage leichter beantwortet werden kann: „Woher wissen wir, dass bei uns eine Qualitätskultur vorhanden ist?“. 

3. Systeme, Prozesse und Instrumente des Qualitätsmanagements
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Die wesentlichen Themen dieser Einheit sind die Einrichtung interner Systeme für das Qualitätsmanagement, die dabei beteiligten Schritte und Prozesse sowie die Instrumente, die für die Qualitätssicherung und die Verbesserung des Sprachunterrichts in den entsprechenden Institutionen/ Abteilungen verwendet werden können.

Es werden u.a. folgende Fragen angesprochen: Wie lassen sich Anzeichen für mangelnde Qualität identifizieren? Wie können die zugrunde liegenden Ursachen erkannt und angemessene Gegenmaßnahmen geplant werden? Möglichkeiten zur Sammlung, Auswahl und Nutzung von Daten werden aufgezeigt – wie beispielsweise Aktionsforschung, Unterrichtsbeobachtung, Interviews, Diskussionen mit Zielgruppen etc.

Im zweiten Teil von Einheit 3 wird die institutionelle Selbstevaluation in ihren verschiedenen Dimensionen untersucht. Prinzipien, Funktionen und Ziele werden in Bezug auf den Kontext und die zentralen Aspekte des Selbsteinschätzungsprozesses diskutiert. Der Leitfaden soll die Leserschaft dazu anregen, die Verbindung zwischen der Selbstevaluation des Einzelnen und eines Teams zu untersuchen, sowie die Rolle der gemeinsamen Analyse der institutionellen Prozesse und Verfahren für die Planung von Maßnahmen und die Verbesserung der Qualität genauer zu betrachten.

Der Schwerpunkt im letzten Teil dieser Einheit liegt auf der Unterrichtsbeobachtung, die als wichtiger Bestandteil sowohl für das Qualitätsmanagement als auch die professionelle Entwicklung vorgestellt wird. Die zahlreichen Funktionen der Beobachtung werden in Verbindung mit den verschiedenen Arten der Beobachtung und den Situationen, in denen sie genutzt wird, erläutert. Aus der Perspektive des Qualitätsmanagements dient eine effektive Beobachtung dem Zweck der Identifizierung von verbesserungswürdigen ebenso wie von leistungsstarken Bereichen. Die Einrichtung von
Systemen zur gemeinsamen Nutzung von optimalen Verfahren, der Aufbau einer Kultur des konstruktiven Feedbacks und einer kontinuierlichen professionellen Entwicklung dient sowohl der Institution als auch den einzelnen am Prozess der Qualitätssicherung beteiligten Fachleuten. 

4. Bewertung und Evaluierung von Qualität
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In dieser Einheit werden Aspekte der Evaluierung und Bewertung von Qualitätsprozessen im Unterricht besprochen. In Teil 1 werden zunächst zwei Konzepte unterschieden. In den meisten Fällen befasst sich die Evaluierung mit der Effektivität und Effizienz von Unterrichtsprozessen, Programmen und Materialien. Eine Bewertung misst normalerweise den Grad der Leistung von einzelnen Lernenden oder Institutionen. Den Ergebnissen einer solchen Bewertung liegen meist Testnormen oder verschiedene Kriterien zugrunde.

Das Verständnis der beiden Konzepte wird des Weiteren durch die Darstellung grundlegender Arten von Evaluierung und Bewertung und durch die Inbezugsetzung dieser zu verschiedenen Unterrichtskontexten vertieft. Besondere Aufmerksamkeit wird dem „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS)“ gewidmet. Dieser misst der Bewertung der Leistung, d. h. der Bewertung der linguistischen und kommunikativen Kompetenz von Lernenden unter realen Bedingungen, eine hohe Bedeutung bei. Der Selbstevaluation wird in Verbindung mit dem Europäischen Sprachenportfolio und dessen breiteren Anwendungsgebieten Priorität eingeräumt. Zudem wird Bewertung im Kontext der Beurteilung der Leistung der Mitarbeitenden (Verfahren für Personalgespräche) in Institutionen, die hohen Wert auf Qualität legen, betrachtet.

Teil zwei behandelt Arten der Evaluierungsverfahren, die die Qualität sicherstellen. Es handelt sich dabei insbesondere um Aspekte der Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle und um die Art und Weise, wie diese in Sprachschulen in ganz Europa umgesetzt werden können. Der dritte Teil untersucht das Benchmarking als Werkzeug des Qualitätsmanagements in einem weiter gefassten sozialen Kontext. Nach der Definition von Benchmarking auf persönlicher und professioneller Ebene werden verschiedene Arten des Benchmarking dargestellt. Hierbei wird hervorgehoben, dass für eine verbesserte und wettbewerbsfähigere Leistung die Anwendung verschiedener Ansätze bedeutend ist. Abschließend werden einige allgemeine Indikatoren der Qualitätsleistung kurz besprochen.

Fallstudien
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Folgende Fallstudien werden im Leitfaden besprochen:

Fallstudie 1: Entwicklung eines Qualitätsmanagementsystems an einer spanischen Sekundarschule
Fallstudie 2: Qualitätssicherung bei der FS-Lehrerausbildung in Bulgarien
Fallstudie 3: Einfluss der Medien auf die Qualität im Fremdsprachenunterricht
Fallstudie 4a: Eine Qualitätsperspektive für Schulentwicklung
Fallstudie 4b: Ein ICT-Qualitätssystem zur Lernunterstützung
Fallstudie 5: Entwicklung einer auf Daten beruhenden Selbstevaluation im Bildungssystem des Vereinigten Königreichs
Fallstudie 6: Entwicklung eines Qualitätssystems für Deutschkurse am Österreich Institut 

weitere Fallstudien 

 zur Download-Seite des Leitfadens

Leitfaden für die Qualitätssicherung im Sprachunterricht

Der "QualiTraining"-Leitfaden bietet einen Rahmen und praktische Materialien zur Anwendung von Qualitätsgrundsätzen in der Bildungs- und Unterrichtspraxis. Er ist ein Instrument für die Fortbildung von Sprachenlehrkräften ebenso wie für die Stärkung der Qualitätskultur im institutionellen Umfeld..

Die Publikation besteht aus

einem Buch mit CD-ROM auf Deutsch (ISBN 978-92-871-6284-7) und Englisch

Die innovativen Aspekte

  • der ansprechende, nicht-präskriptive Ansatz zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, der Theorie mit Praxis verknüpft unter Berücksichtigung verschiedener Akteure in diesem Bereich
  • die Vielfalt an Materialien und Aktivitäten zur Selbst-Reflexion und für Gruppengespräche zum Erfahrungsaustausch;
  • erfolgsreiche Fallbeispiele aus konkreten institutionellen Kontexten, aus verschiedenen Ländern, die die "Qualität in Aktion" beispielhaft veranschaulichen.

Kapitel des Leitfadens

1. Qualitätsprinzipien und grundlegende Konzepte
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Der erste Teil dieser Einheit untersucht einige der Prinzipien, die sich im Hinblick auf Qualität im Allgemeinen anwenden lassen und erforscht, wie diese im Sprachunterricht eingesetzt werden können. Die folgenden vier Modelle wurden untersucht:

  • Qualität durch KundInnenzufriedenheit: Dies wird durch das Analysieren der Bedürfnisse und Wünsche der „KundInnen“ erreicht sowie durch die Planung und Umsetzung von Lehr- / Lernaktivitäten, die diesen Bedürfnissen entsprechen. Der Begriff der „KundIn“ ist komplex, da er „direkte“ KundInnen (die Lernenden im Klassenzimmer) und andere am Lehr- und Lernprozess Beteiligte (Eltern, Arbeitgeber, Universitäten etc.) umfasst.
  • Qualität als Prozess: Die Durchführung von Sprachkursen kann als Reihe von Prozessen betrachtet werden – ein fortlaufender Prozess von der Bedarfsanalyse, der allgemeinen Erstellung von curricularen Zielsetzungen, der konkreten Erstellung des Lehrplans bis hin zur Planung von Unterrichtsstunden etc. Bei Evaluierungsverfahren und der Entwicklung von Ressourcen gibt es ähnliche Abläufe. Qualität bedeutet, jeden Schritt des Prozesses „richtig“ auszuführen.
  • Ergebnisorientierte Qualität: Die Qualität des Sprachunterrichts muss ebenso die Effizienz des Prozesses bewerten – wieviel Sprache wird erlernt? Ist ein zufriedenstellender Mehrwert im Lernprozess erzielt worden? Die Problematik einer ausschließlich auf Ergebnissen basierenden Bewertung von Qualität wird untersucht.
  • Auf Werten beruhende Qualität: Bildung ist kein kommerzielles Gut und die Definition der zugrunde liegenden Werte – wie beispielsweise die Förderung gegenseitigen Respekts und gegenseitiger Toleranz – ist von Bedeutung, um die Qualität von Bildung bewerten zu können.

Der Leitfaden soll die Leserschaft dazu anregen, die genannten Prinzipien zu untersuchen. Sie alle müssen in einem umfassenden Qualitätsansatz berücksichtigt werden. Zudem werden die LeserInnen ermutigt, darüber nachzudenken, wie diese Ansätze in ihrem eigenen Kontext angewandt werden können. Zur Illustrierung, wie Änderungen im professionellen Umfeld Auswirkungen auf die Umsetzung der Qualitätsgrundsätze haben können, wird erläutert, wie die Entwicklung und Umsetzung des GERS (Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen) den Sprachunterricht beeinflusst hat. Der zweite Teil der Einheit behandelt einige der grundlegenden Konzepte im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung; wie können wir Kriterien bestimmen und diese nutzen, um Standards zu setzen? Welche Indikatoren können verwendet werden, um herauszufinden, ob wir die Qualitätsstandards erfüllen? Wie kann uns Benchmarking bei dieser Arbeit helfen? Die Konzepte sollen wiederum im eigenen Umfeld der Leserschaft angewandt werden.

2. Qualität und der menschliche Faktor
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Diese Einheit untersucht die Rolle der Menschen – Führungskräfte und Mitarbeitende – in einer Qualitätskultur und bestimmt Bestandteile einer Qualitätskultur. Die Bedeutsamkeit der Art und Weise, wie eine Institution öffentlich die Verantwortung für Qualität übernimmt, wird hervorgehoben. Die Leserschaft wird dazu aufgefordert, die Auswirkungen verschiedener Einflüsse auf ihre institutionelle Kultur zu bedenken. In einer Organisation mit einer Qualitätskultur ist Führung / Leadership eher eine Funktion als eine Rolle. In diesem Abschnitt der Einheit wird der Einsatz eines kooperativen Führungsstils thematisiert. Von einer kooperativen Führung (distributed leadership) kann gesprochen werden, wenn Personen in leitender Funktion Möglichkeiten zur gemeinsamen Führung erarbeiten und für alle Mitarbeitenden die Möglichkeit besteht, ihre eigenen Führungskompetenzen zu entwickeln.

Es wird der Einfluss des Führungsstils auf Qualität untersucht und die Bedeutung eines Konzepts für Capacity Building (Aufbau von Kompetenzen) wird genauer betrachtet. Capacity Building erfolgt sowohl individuell als auch auf Organisationsebene. Mitarbeitende einer Organisation sollen sich aufgrund ihres emotionalen und intellektuellen Engagements vollständig mit dem inhaltlichen Auftrag befassen. Dies führt zu umfassendem Wachstum, ganzheitlicher Entwicklung und Veränderung auf Organisationsebene.

Der Leitfaden soll die LeserIn dazu anregen, über Aspekte von Führung sowie über Führungsprozesse, welche die Qualität fördern, nachzudenken und zu überlegen, wie diese in ihrem eigenen Kontext angewandt werden können. Der letzte Teil der Einheit untersucht Selbstlernprozesse einer Organisation – die Verbindung zwischen Aktionsforschung und Innovation und der Rolle von Veränderungen in einer Qualitätskultur. Die LeserInnen werden aufgefordert, darüber nachzudenken, wie ihre eigene Institution auf neue Denkmodelle reagiert. Des Weiteren bietet die Einheit Hilfsmittel, mit denen folgende Frage leichter beantwortet werden kann: „Woher wissen wir, dass bei uns eine Qualitätskultur vorhanden ist?“. 

3. Systeme, Prozesse und Instrumente des Qualitätsmanagements
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Die wesentlichen Themen dieser Einheit sind die Einrichtung interner Systeme für das Qualitätsmanagement, die dabei beteiligten Schritte und Prozesse sowie die Instrumente, die für die Qualitätssicherung und die Verbesserung des Sprachunterrichts in den entsprechenden Institutionen/ Abteilungen verwendet werden können.

Es werden u.a. folgende Fragen angesprochen: Wie lassen sich Anzeichen für mangelnde Qualität identifizieren? Wie können die zugrunde liegenden Ursachen erkannt und angemessene Gegenmaßnahmen geplant werden? Möglichkeiten zur Sammlung, Auswahl und Nutzung von Daten werden aufgezeigt – wie beispielsweise Aktionsforschung, Unterrichtsbeobachtung, Interviews, Diskussionen mit Zielgruppen etc.

Im zweiten Teil von Einheit 3 wird die institutionelle Selbstevaluation in ihren verschiedenen Dimensionen untersucht. Prinzipien, Funktionen und Ziele werden in Bezug auf den Kontext und die zentralen Aspekte des Selbsteinschätzungsprozesses diskutiert. Der Leitfaden soll die Leserschaft dazu anregen, die Verbindung zwischen der Selbstevaluation des Einzelnen und eines Teams zu untersuchen, sowie die Rolle der gemeinsamen Analyse der institutionellen Prozesse und Verfahren für die Planung von Maßnahmen und die Verbesserung der Qualität genauer zu betrachten.

Der Schwerpunkt im letzten Teil dieser Einheit liegt auf der Unterrichtsbeobachtung, die als wichtiger Bestandteil sowohl für das Qualitätsmanagement als auch die professionelle Entwicklung vorgestellt wird. Die zahlreichen Funktionen der Beobachtung werden in Verbindung mit den verschiedenen Arten der Beobachtung und den Situationen, in denen sie genutzt wird, erläutert. Aus der Perspektive des Qualitätsmanagements dient eine effektive Beobachtung dem Zweck der Identifizierung von verbesserungswürdigen ebenso wie von leistungsstarken Bereichen. Die Einrichtung von
Systemen zur gemeinsamen Nutzung von optimalen Verfahren, der Aufbau einer Kultur des konstruktiven Feedbacks und einer kontinuierlichen professionellen Entwicklung dient sowohl der Institution als auch den einzelnen am Prozess der Qualitätssicherung beteiligten Fachleuten. 

4. Bewertung und Evaluierung von Qualität
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In dieser Einheit werden Aspekte der Evaluierung und Bewertung von Qualitätsprozessen im Unterricht besprochen. In Teil 1 werden zunächst zwei Konzepte unterschieden. In den meisten Fällen befasst sich die Evaluierung mit der Effektivität und Effizienz von Unterrichtsprozessen, Programmen und Materialien. Eine Bewertung misst normalerweise den Grad der Leistung von einzelnen Lernenden oder Institutionen. Den Ergebnissen einer solchen Bewertung liegen meist Testnormen oder verschiedene Kriterien zugrunde.

Das Verständnis der beiden Konzepte wird des Weiteren durch die Darstellung grundlegender Arten von Evaluierung und Bewertung und durch die Inbezugsetzung dieser zu verschiedenen Unterrichtskontexten vertieft. Besondere Aufmerksamkeit wird dem „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS)“ gewidmet. Dieser misst der Bewertung der Leistung, d. h. der Bewertung der linguistischen und kommunikativen Kompetenz von Lernenden unter realen Bedingungen, eine hohe Bedeutung bei. Der Selbstevaluation wird in Verbindung mit dem Europäischen Sprachenportfolio und dessen breiteren Anwendungsgebieten Priorität eingeräumt. Zudem wird Bewertung im Kontext der Beurteilung der Leistung der Mitarbeitenden (Verfahren für Personalgespräche) in Institutionen, die hohen Wert auf Qualität legen, betrachtet.

Teil zwei behandelt Arten der Evaluierungsverfahren, die die Qualität sicherstellen. Es handelt sich dabei insbesondere um Aspekte der Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle und um die Art und Weise, wie diese in Sprachschulen in ganz Europa umgesetzt werden können. Der dritte Teil untersucht das Benchmarking als Werkzeug des Qualitätsmanagements in einem weiter gefassten sozialen Kontext. Nach der Definition von Benchmarking auf persönlicher und professioneller Ebene werden verschiedene Arten des Benchmarking dargestellt. Hierbei wird hervorgehoben, dass für eine verbesserte und wettbewerbsfähigere Leistung die Anwendung verschiedener Ansätze bedeutend ist. Abschließend werden einige allgemeine Indikatoren der Qualitätsleistung kurz besprochen.

Fallstudien
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Folgende Fallstudien werden im Leitfaden besprochen:

Fallstudie 1: Entwicklung eines Qualitätsmanagementsystems an einer spanischen Sekundarschule
Fallstudie 2: Qualitätssicherung bei der FS-Lehrerausbildung in Bulgarien
Fallstudie 3: Einfluss der Medien auf die Qualität im Fremdsprachenunterricht
Fallstudie 4a: Eine Qualitätsperspektive für Schulentwicklung
Fallstudie 4b: Ein ICT-Qualitätssystem zur Lernunterstützung
Fallstudie 5: Entwicklung einer auf Daten beruhenden Selbstevaluation im Bildungssystem des Vereinigten Königreichs
Fallstudie 6: Entwicklung eines Qualitätssystems für Deutschkurse am Österreich Institut 

weitere Fallstudien 

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